Predigt zum 19. Sonntag im Jahreskreis (Joh 6,41-51)

Murren ist eine Untugend. In Wien sagt man dazu granteln. Ein anderes Wort wäre Nörgeln. Nichts und niemand kann es einem recht machen, nichts passt, der Nörgler, der Grantler oder der Murrende findet immer ein Haar in der Suppe.

Predigt zum 15. Sonntag im Jahreskreis (Mk 6,7-13)

Was ist deine Lieblingssendung? Zahllose unterschiedliche Antworten wird man auf diese Frage bekommen, aber ich glaube, kein Mensch würde da nur ansatzweise auf die Idee kommen, dass es sich bei dieser Frage um eine fromme Frage handeln könnte, um eine Glaubensfrage.

Predigt zum 13. Sonntag im Jahreskreis (Mk 5,21-24; 35b-43)

Diese durchaus dramatische Geschichte um den Tod der Tochter des Jaïrus ist geprägt von zwei kurzen, jedoch sehr wesentlichen Aussagen Jesu. Die eine lautet: „Sei ohne Furcht; glaube nur!“ Und die zweite: „Talita kum – ich sage dir, steh auf!“

Predigt zum 11. Sonntag im Jahreskreis (Mk 4,26-34)

in einer Großstadt wie Wien gibt es viele Gelegenheiten, die Tugend der Gelassenheit zu trainieren: viele rote Ampeln, warten auf die Straßenbahn, viele Fußgänger, viele Autos, viele Radfahrer, keine Parkplätze usw. Die Chance ungeduldig, nervös, gereizt zu werden ist groß.

Predigt zum 10. Sonntag im Jahreskreis (Mk 3,20-35)

Das heutige Evangelium enthält vier Themen, die für unser Glaubensleben durchaus wichtig sein können. Sie stellen uns Fragen, über die wir nachdenken sollen.

Predigt zum 9. Sonntag im Jahreskreis (Mk 2,23-28)

Die Einführung des Sabbatgebotes war in der Menschheitsgeschichte eine große soziale Errungenschaft. Das sollten wir gerade dann nicht vergessen, wenn Jesus, so wie im heutigen Evangelium, mit dem Sabbatgebot in Konflikt gerät.

Predigt zum 6. Sonntag im Jahreskreis (Mk 1,40-45)

Im heutigen Evangelium begegnet Jesus einem Aussätzigen … Wir wissen, was Aussatz zur Zeit Jesu bedeutete: Die Diagnose Aussatz war das soziale Todesurteil. Die Ansteckungsgefahr für andere Menschen war einfach zu groß. Die Gesellschaft hatte sich zu schützen, also war dem Aussätzigen jegliche Form des Kontaktes mit anderen Menschen untersagt.

Predigt zum 5. Sonntag im Jahreskreis (Mk 1,29-39)

Gott ist kein Feuerwehrgott, kein Automat, kein Lückenbüßer, der für mich da zu sein hat, wenn ich ihn brauche … die Grundfrage an mich lautet daher: Liebe ich Gott nur dann, wenn ich auch etwas davon habe, oder bin ich bereit, ihn auch dann zu lieben, wenn ich keinen Vorteil davon habe?

Predigt zum 3. Sonntag im Jahreskreis (Mk 1,14-20)

„Blühe, wo Gott dich hingepflanzt hat“, heißt ein bekannter und auch gern zitierter Satz des heiligen Bischofs und Kirchenlehrers. Und in seinem berühmtesten Buch – die Philothea – geht es eigentlich nur darum: Wie kann ich den Weg gehen, zu dem Gott mich berufen hat?

Predigt zum 2. Sonntag im Jahreskreis (Joh 1,35-42)

Berufung heißt: sich von Gott ansprechen lassen, schauen, wo er wohnt, nicht lange diskutieren, Jesus folgen. Das machen uns diese ersten Jünger vor und sie zeigen damit auch, dass von Jesus Christus eine ganz besondere Ausstrahlung ausgegangen sein muss, eine Anziehungskraft, der sie einfach nicht widerstehen konnten.