Damit der Himmel offen bleibt

P. Stefan Weig OSFS in Markt Indersdorf zum Priester geweiht

Im Pfarrverband Markt Indersdorf, nördlich von München gelegen, befindet sich mit der Pfarrkirche Mariä Himmelfahrt nicht nur eine ehemalige Klosterkiche der Heimsuchung, der Verband hat auch den heiligen Franz von Sales als Patron. Und das liegt nicht zuletzt am zuständigen Pfarrer Stefan Hauptmann, der mit dem heiligen Bischof aus Annecy sehr verbunden ist und zudem stellvertretender Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft für Salesianische Studien ist.

Eine salesianische Liturgie

Hier in Markt Indersdorf leistete Stefan Weig, seit 2006 Oblate des heiligen Franz von Sales, sein Pastoraljahr ab – und in der ehemaligen Kirche der Heimsuchungsschwestern  wurde er am 28. Januar 2012 vom Erfurter Bischof Dr. Joachim Wanke zum Priester geweiht.
Da Pfarrer Hauptmann nicht nur ein durch und durch von Franz von Sales geprägter Priester ist, sondern auch ein begnadeter Liturgiker, war die Weiheliturgie in jeder Beziehung salesianisch geprägt. So wurde salesianisches Liedgut verwendet und der Chor sang eine Franz-von-Sales-Messe in deutscher Erstaufführung. Auch die Schriftlesungen und Messtexte wurden vom Franz-von-Sales-Fest übernommen

Wie der Bericht von einem schönen Urlaub

In seiner Predigt ging Bischof Wanke auf das Evangelium ein, dessen Grundaussage war: „Nicht mehr Knechte, sondern Freunde nenne ich Euch“. Dieses Wort Jesu nahm der Erfurter Oberhirte zum Anlass, um über die Freundschaft zwischen Gott und Mensch nachzudenken. Freundschaft zu Jesus Christus bedeute nicht zuletzt, an Jesu Erfahrung des gütigen Vaters Anteil zu nehmen. Aus diesem Geist heraus sollen und können wir gute Mitarbeiter am Reich Gottes werden, und wir sollen mithelfen, dass die Botschaft der erbarmenden Liebe Gottes unter den Menschen bekannt wird. Bischof Wanke zeigte es an einem anschaulichen Beispiel: Wenn wir einen schönen Urlaub hinter uns haben, dann erzählen wir gerne davon. Warum sollten wir nicht auch von unserer Geschichte mit Gott erzählen, wenn wir seine Liebe erfahren haben?
Zur Verkündigung der Liebe Gottes seien alle Gläubigen berufen, in besonderer Weise allerdings auch die Priester, weil sie über die Wortverkündigung hinaus die Liebe Gottes durch die Sakramente weitergeben.
Franz von Sales nannte der Bischof in diesem Zusammenhang ein „Ausrufezeichen des Evangeliums“. Seine Rede vom Reich Gottes als einem Reich der Versöhnung diene dem Menschen.

Freude und Dank

Am Ende seiner Predigt brachte Wanke die Aufgabe der priesterlichen Seelsorge mit einem kurzen und prägnanten Satz auf den Punkt: „Damit der Himmel offen bleibt“. In diesem Geist empfing Stefan Weig das Sakrament der Priesterweihe. Im Anschluss an die Weiheliturgie trafen sich Mitbrüder, Freunde und Verwandte zu einem gemeinsamen Mittagessen. Bei dieser Gelegenheit dankte P. Weig allen, die ihn auf seinem Weg begleitet hatten. Auch Provinzial P. Thomas Vanek fand Worte des Dankes – unter anderem an Praktikumspfarrer Stefan Hauptmann, den er wegen seiner Vorliebe für Franz von Sales als „salesianischen Halbbruder“ bezeichnete“ – und drückte seine Freude nicht zuletzt über die kommunikationsfreudige Art des Neupriesters aus, mit der er sich leicht tue, auf andere zuzugehen.
P. Stefan Weig wurde 1974 in Weiden, Bayern, geboren. Nach dem Studium für Geschichte und Sozialkunde schloss er sich 2006 den Oblaten des heiligen Franz von Sales an. Nach seiner ersten Profess am 29. September 2007 studierte er an Katholischen Universität in Eichstätt, Bayern, Theologie. Jetzt, nach der Priesterweihe wird er bei den Sales-Oblaten in Wien tätig sein.

Raymund Fobes

Weitere Fotos von der Feier >>>hier...

 

Bischof Joachim Wanke weiht Stefan Weig OSFS zum Priester

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